Drei Varianten einer Erkrankung

Es gibt verschiedene körperliche Voraussetzungen oder auch „Ausgangssituationen”, aus denen die Schlafapnoe entstehen bzw. ausgelöst werden kann. Insgesamt drei Varianten haben Schlafforscher dafür definiert. Im Folgenden werden Ihnen diese genauer erklärt.

Die obstruktive Schlafapnoe

Obstruktiv kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „verschlossen”. Es handelt sich also um eine Atmungsstörung mit Verschluss der Luftwege. Dazu kommt es, wenn beim Einatmen der Rachen so sehr verengt wird, dass keine Luft mehr hindurch strömen kann. Die Ursache für diesen Verschluss sind stark erschlaffte Muskeln im Mund- und Rachenraum. Sie halten normalerweise die Zunge und den weichen Teil des Gaumens, damit diese während des Schlafes nicht „nach unten” fallen.

Die nachfolgenden Illustrationen verdeutlichen diesen Vorgang:

Die obstruktive Schlafapnoe wird mit OSA abgekürzt.

Die zentrale Schlafapnoe

Damit wir auch während des Schlafes regelmäßig weiteratmen, steuert das Gehirn den dafür nötigen Atemreflex. Bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe ist diese Gehirnfunktion gestört, so dass der Reflex ausbleibt. Die Mund- und Rachenmuskulatur ist bei dieser Form völlig in Ordnung. Deshalb gehört die zentrale Schlafapnoe auch zur Gruppe der Atmungsstörungen ohne Verschluss der Luftwege. Sie tritt jedoch viel seltener auf als die Variante mit Verschluss.

Die gemischte Schlafapnoe

Bei dieser dritten Variante handelt es sich um eine Mischform. Die gemischte Schlafapnoe beginnt meistens als zentrale Apnoe und geht später in die obstruktive Form über. Auswertungen in Schlaflabors haben ergeben, dass die Mehrzahl der Patienten mit Atmungsstörungen an der gemischten Schlafapnoe leidet.